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Familie, Team oder Käufer: drei Wege der Nachfolge im Vergleich
Wer über die Übergabe nachdenkt, landet früh bei der Frage nach dem Weg. Drei kommen in kleinen Firmen praktisch immer vor: die Übergabe innerhalb der Familie, die Übergabe an Mitarbeitende und der Verkauf an eine externe Person oder Firma. Keiner ist der bessere; jeder stellt andere Fragen zuerst.
Der familieninterne Weg
Die Tochter oder der Sohn übernimmt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Person kennt den Betrieb, oft seit der Kindheit, und die Kundschaft kennt sie. Die Fragen sind dafür andere. Wollen alle Kinder dasselbe? Wie wird ausgeglichen, wenn eines die Firma bekommt und die anderen nicht? Was passiert mit der Liegenschaft, wenn sie der Firma gehört? Diese Fragen gehören zu Notariat und Treuhand, und sie brauchen Zeit – in der Regel mehrere Jahre, weil Familiengespräche nicht im Zweiwochenrhythmus stattfinden.
Der Weg über das Team
Eine oder mehrere Personen aus dem Betrieb übernehmen, meist aus der Führung. Sie kennen Abläufe und Kundschaft, und die Belegschaft kennt sie. Zwei Dinge sind hier zu klären: die Finanzierung, weil Mitarbeitende selten das Kapital für einen Kauf haben, und die neue Rolle gegenüber den bisherigen Kolleginnen und Kollegen. Dafür ist der Zeitbedarf oft kürzer als in der Familie – sofern die Person feststeht und will.
Der externe Weg
Eine Person oder eine Firma von aussen kauft. Hier zählt am meisten, was auf Papier steht: Verträge, Kundenstruktur, dokumentierte Abläufe, saubere Bücher. Alles, was nur im Kopf des Inhabers existiert, schwächt die Position in der Verhandlung oder verlängert die Prüfung. Der externe Weg verlangt deshalb die gründlichste Vorbereitung und ist der einzige, bei dem die Suche nach der Person selbst Zeit braucht – und bei dem wir nicht helfen, weil wir nicht vermitteln.
Was alle drei Wege gemeinsam haben
Erstens braucht jeder Weg eine Festlegung, welche Entscheide bis zum Stichtag beim Inhaber bleiben. Zweitens braucht jeder Weg einen Plan dafür, wer wann informiert wird – Mitarbeitende, die aus dem Dorf von der Übergabe erfahren, sind in jedem Szenario ein Problem. Drittens braucht jeder Weg eine Überlappung, in der beide Seiten nebeneinander arbeiten; wie lang, hängt vom Weg und von der Branche ab. In einem Handwerksbetrieb mit persönlicher Kundschaft dauert sie länger als in einem Betrieb, der über Ausschreibungen arbeitet.
Wie man sich entscheidet
Nicht am ersten Tag. Das Orientierungsgespräch ist dafür gedacht, die drei Wege nebeneinander zu legen und zu sehen, welche Fragen für Ihren Betrieb am schwersten wiegen. Oft zeigt sich, dass die Wahl von etwas Praktischem abhängt: ob die Abläufe dokumentiert sind, ob die Liegenschaft zur Firma gehört, ob es im Team überhaupt jemanden gibt, der will. Diese Fragen lassen sich klären, bevor Sie sich festlegen – und manche davon verändern die Antwort.
Masse, mit denen wir rechnen
Erfahrungswerte aus kleinen Betrieben und die Zeitangaben aus unserem Angebot – keine Statistik.
3
Wege, die in kleinen Firmen praktisch immer zur Auswahl stehen
2–5
Jahre Vorlauf, mit denen Inhaber erfahrungsgemäss rechnen sollten
2 h
Orientierungsgespräch, um die Wege nebeneinanderzulegen
100
Tage Überlappung als Richtwert für die Begleitung
Begriffe in diesem Beitrag
- Familieninterne Nachfolge
- Übergabe an ein Familienmitglied, meist verbunden mit erbrechtlichen Ausgleichsfragen, die Notariat und Treuhand klären.
- Management-Buy-out (MBO)
- Übernahme durch Mitarbeitende aus der Führung. Finanzierung und Rollenwechsel sind die zentralen Themen.
- Management-Buy-in (MBI)
- Einstieg einer externen Person in die Führung mit anschliessender Übernahme. Dokumentierte Abläufe wiegen hier am schwersten.
- Stichtag
- Der Tag, an dem Verantwortung und Eigentum formell wechseln; bis dahin regelt die Roadmap, welche Entscheide beim Inhaber bleiben.
Wo wir dieses Gespräch führen
Das Orientierungsgespräch findet bei uns in Meisterschwanden, bei Ihnen im Betrieb oder per Video statt. Innerhalb des Seetals und des Kantons Aargau kommen wir ohne Aufpreis zu Ihnen; für weitere Strecken besprechen wir die Anreise vorab. Viele Inhaber bevorzugen für das erste Gespräch einen Ort ausserhalb des eigenen Betriebs – auch das ist am Alpenblick möglich.
Unsere Region
Seetal und Aargau
Meisterschwanden, Fahrwangen, Seengen, Sarmenstorf, Boniswil, Hallwil und Beinwil am See liegen in Reichweite von zehn Minuten; Lenzburg, Wohlen, Aarau, Zofingen, Baden und das Freiamt in einer halben Stunde. Die angrenzenden Kantone bedienen wir nach Absprache oder per Video.
Betriebe, mit denen wir arbeiten
Handwerk, Gewerbe, kleine Dienstleister, Gastronomie und Fachhandel mit drei bis vierzig Mitarbeitenden – die Struktur, die das Seetal und den Aargau prägt. Branchenkenntnis ersetzt keine Betriebskenntnis; deshalb beginnt jeder Auftrag mit Zuhören.
Was das Orientierungsgespräch abdeckt
- Vergleich der drei Wege mit ihren typischen Zeitrahmen
- Was in Ihrem Betrieb zuerst geordnet sein muss
- Welche Fachstellen üblicherweise wann beteiligt sind
- Schriftliche Notiz mit Optionen und offenen Punkten
- Zwei Stunden, vor Ort oder per Video – CHF 126.– statt CHF 140.–
Nicht enthalten sind eine Bewertung, eine Empfehlung für oder gegen eine bestimmte Person und jede Form von Vermittlung. Das Gespräch ordnet; entscheiden tun Sie.