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Die ersten 100 Tage: wie Inhaber und Nachfolger die Überlappung gestalten

Ein Mann präsentiert vier Kolleginnen und Kollegen an einem Tisch ein Diagramm auf einem Wandbildschirm.

Steht die Person fest, beginnt der Teil der Nachfolge, der im Alltag am meisten zu spüren ist: die Überlappung. Zwei Chefs, ein Betrieb. Wie diese Zeit verläuft, entscheidet oft darüber, ob Team und Kundschaft die Übergabe als geordnet erleben – oder als Verwirrung.

Warum 100 Tage

Hundert Tage sind ein Richtwert, kein Gesetz. Sie sind lang genug, um einen vollen Zyklus im Betrieb zu erleben – Monatsabschluss, Grossaufträge, Ferienzeit –, und kurz genug, um nicht in Gewohnheit überzugehen. In manchen Branchen braucht es länger; dann wird der Plan verlängert, nicht übersprungen.

Rollen klären, bevor es jemand merkt

Die erste Frage lautet nicht, wer recht hat, sondern wer das Wort hat: beim Kundentermin, in der Teamsitzung, am Telefon mit dem Lieferanten. Ein Rollenchart hält das auf einer Seite fest. Es ist weniger wichtig, dass die Aufteilung perfekt ist, als dass sie bekannt ist – auch dem Team. Mitarbeitende, die zwei widersprüchliche Anweisungen erhalten, wenden sich an die Person, die sie länger kennen. Das ist menschlich und untergräbt die Übergabe.

Der Sitzungsrhythmus zu zweit

Inhaber und Nachfolger sprechen in der Überlappung ständig miteinander – aber selten strukturiert. Ein fester Termin, in den ersten Wochen zweimal wöchentlich, später wöchentlich, mit drei festen Punkten: Was lief gut, wo gab es Doppelspurigkeiten, welche Entscheide stehen an. Zwanzig Minuten reichen. Was nicht auf diese Liste kommt, wird nebenbei entschieden und erzeugt genau die Widersprüche, die der Rhythmus verhindern soll.

Entscheide, die beim Inhaber bleiben

Nicht alles wechselt am ersten Tag. Grosse Investitionen, Personalentscheide, Preisänderungen bei Schlüsselkunden: Für jede dieser Kategorien wird festgelegt, wer in den 100 Tagen entscheidet und ab wann die Verantwortung wechselt. Das schützt beide Seiten – den Nachfolger vor Entscheiden ohne Rückendeckung, den Inhaber vor dem Gefühl, übergangen zu werden.

Der Check-in nach dem ersten Monat

Nach etwa dreissig Tagen setzen sich beide mit uns zusammen und vergleichen den Plan mit der Praxis. Fast immer werden zwei oder drei Punkte verschoben: eine Rolle, die sich anders verteilt hat, ein Kunde, der früher übergeben werden kann, ein Termin, der zu dicht lag. Das ist kein Scheitern des Plans, sondern sein Zweck.

Was danach kommt

Nach den 100 Tagen ist die Übergabe nicht abgeschlossen, aber geordnet. Der bisherige Inhaber zieht sich nach dem vereinbarten Muster zurück – manche in Wochen, andere über ein Jahr als Ansprechperson im Hintergrund. Was hilft, ist, dass dieses Muster vorher vereinbart und dem Team mitgeteilt wurde. Eine Übergabe, die kein Ende hat, ist für alle Beteiligten anstrengender als eine, die ein klares hat.

Zum Onboarding-Plan

Für wen die 100 Tage geplant werden

Die bisherige Inhaberschaft

Behält festgelegte Entscheide bis zum vereinbarten Datum und weiss, wann sie loslassen darf – und soll.

Die übernehmende Person

Erhält Rückendeckung für die ersten Entscheide und einen Rhythmus, in dem Fragen gestellt werden können, ohne das Team zu verunsichern.

Team und Schlüsselpersonen

Wissen, wer wofür zuständig ist, und erleben die Übergabe als geordnet statt als Wechsel von Anweisungen.

Was der Onboarding-Plan umfasst

  • Drei gemeinsame Sitzungen mit Inhaber und Nachfolger vor dem Start
  • 100-Tage-Plan in drei Abschnitten mit Schwerpunkten und Terminen
  • Rollenchart für Team, Kundschaft und Lieferanten
  • Festgelegter Sitzungsrhythmus zu zweit mit fixer Traktandenliste
  • Check-in-Gespräch nach dem ersten Monat

Preis

CHF 640.–

Der Preis gilt für den beschriebenen Umfang. Wird eine Verlängerung über die 100 Tage hinaus gewünscht, erhalten Sie vorher eine Offerte.

Die 100 Tage im Überblick

  1. Vor Tag 1Drei Sitzungen: Plan, Rollenchart, Rhythmus. Information des Teams.
  2. Tag 1–30Nachfolger begleitet, Inhaber führt. Zwei kurze Abstimmungen pro Woche.
  3. Um Tag 30Check-in mit uns: Plan und Praxis vergleichen, Punkte verschieben.
  4. Tag 31–60Nachfolger führt im Alltag, Inhaber begleitet. Wöchentliche Abstimmung.
  5. Tag 61–100Übergabe der verbleibenden Entscheide; Rückzug nach vereinbartem Muster.

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